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Positurkanarien ( Gestaltkanarien )

Bei diesen Züchtungen kommt es darauf an, die Körperform der Vögel zu beeinflussen. Leider können da wohl auch Züchtungen zustande kommen, die nicht immer zum Wohle des Tieres sind!
So ist die Positurzucht bei den meisten Tierarten nicht so gern gesehen, schließlich werden bei diesen Züchtungen ja die Körper der Tiere nach menschlichen Wünschen "umgeformt". In Vernünftigem Maße ist dies aber wohl nicht weiter bedenklich, und ich denke, dass verantwortungsvolle Züchter nicht zu sehr gegen die Natur der Tiere arbeiten.

Als Beispiel der Positur- oder auch Gestaltskanarien sei hier die "Deutsche Haube" erwähnt, welche sich durch eine markante "Frisur" ähnlich den Beatles auszeichnet. Diese Kanarienart ist bei uns auch vermehrt im Zoofachhandel anzutreffen.
Die anderen Rassen wie Pariser Trompeter, Yorkshire oder Norwich sind wohl eher für Züchter interessant als für den "normalen" Vogelliebhaber.

 

 

Deutsche Haube 

Eine Haubenkanarienrasse, die aus den deutschen Landkanarien entstanden ist und auch in Deutschland erzüchtet wurde. Erst 1963 gab es für diesen Vogel erst einen Standard. Aber bereits seit 1670 gibt es den deutschen Haubenkanarienvogel. Er trat hier und da in Stämmen von Gesangskanarien auf, war aber nie sehr beliebt und wurde deshalb auch nicht in größeren Anzahlen gezüchtet. Seine Haube entsprach einem Hautwirbel auf dem Kopfmittelpunkt, war aber nicht sehr lang und stand sehr wirr auf dem schmalen Kopf dieser Vögel. Durchweg zeigten die Vögel ein kahle Stelle hinter der Haube. So blieb der Haubenkanarienvogel in Deutschland im seinem Dornröschenschlaf, während in England gleich drei Rassen sich hervortaten: Lancashire Coppy, der Crested und später auch noch der Gloster Fancy. Auch bei den Deutsche Haubenkanarienvogel ist wie bei den Glostern der eine Zuchtpartner ein Haubenvogel, während der andere ein "Glattkopf" ist, also keine Haube besitzt.

 

 

Lizard  

Die Besonderheit des Lizard (Eidechskanarienvogel) ist seine geschuppt wirkende Gefiederzeichnung. Die etwas blasser wirkenden gelbgrundigen Kanarien nennt man Silberlizards, während man die intensiven Gelbgrundigen als Goldlizards bezeichnet. Ein besonderes Merkmal des Lizard ist die sog. Kappe, ein aufgehellter Fleck auf dem Kopf. Lizards sind zuerst in Frankreich entstanden, wo sie bereits im 16. Jahrhundert in Paris gezüchtet wurden. Flüchtende Hugenotten nahmen sie nach der blutigen Bartholomäusnacht 1552 mit nach England, wo sie noch lange einfach >französischer Kanarienvogel< genannt wurden.

 


Fife Fancy  

Dieses ist der kleine “Bruder” des Border. Die Rasse ist erst 1955 entstanden, als nämlich der >Fife Fancy Canary Club< gegründet wurde. Viele schottische Züchter waren nämlich mit der Entwicklung des Borders nicht mehr einverstanden. Er wurde ihnen zu groß. Um einen kleinen Positurvogel zu haben, wurde mit Glostern und Bordern die Rasse "Fife Fancy" entwickelt. Es handelt sich um einen "Zwerg" unter den Kanarien - doch 12 cm Größe ist beim Kanarienvogel sehr schwer zu erreichen. Trotz aller Zwergenhaftigkeit dürfen doch die Formen nicht vernachlässigt werden. Die südöstliche Grafschaft Schottlands mit Namen Fifeshire ist die Heimat der 1955 erstmals vorgestellten Positurrasse.

 


Der Crested 

Dieser Vogel ist ein Haubenvogel. Ohne Haube wird er Crestbred und mit Haube Crested genannt. Er ist etwa 16 cm groß und es gibt ihn außer in Rot in allen Farben.

 

 

Gloster Fancy 

Eine kleine englische Haubenkanarienrasse, bei denen der eine Partner ein Haubenvogel (Corona = lat.: Krone, Kranz) und der andere Partner ein "Glattkopf"(Consort = Zugehöriger) ist. Sie gilt als kleine Positurkanarienrasse und wird in Größe >möglichst klein< verlangt. Von allen Positurkanarienrassen steht der Gloster-Fancy zahlenmäßig mit weitem Abstand an der Spitze. Er gilt als sehr fruchtbar, zutraulich und keckmunter. Jeder gute Glosterzüchter sollte auch intensive Vögel für die Zucht einsetzen, um die Federqualität zu verbessern.

 


Japan Hoso 

Er ist ein Winzling unter den Kanarienvögeln und soll eine gebogene Haltung zeigen. Es gibt ihn in allen Farben außer in Rot.

 

 

Lancashire  

Der Lancashire ist die größte zur Zeit existierende Kanarienrasse.
Gemäß der deutschen Standardbeschreibung sollte seine Größe
22 bis 23 cm betragen. Die meisten der heute existierenden
Vögel werden diese Größe noch nicht haben, doch sollten gerade im Bezug auf die Größe 23 cm große Vögel das Zuchtziel darstellen.
Er zählt zu den großen, glatt befiederten Rassen und gehört zu den Haubenkanarien.

 

 

Border Fancy  

Wenn auch nicht in Deutschland, so gehört der Border zu den beliebtesten Positurkanarienrassen. Auch er stammt, wie viele Positurkanarien aus England. Seinen Namen hat er vom englischen >Border< (Grenze), weil seine Heimat an der englisch-schottischen Grenze liegt. Sieht man im Yorkshire den "hohen Aristokraten", so steht im Border ein "Landedelmann" vor uns. Seine harmonischen Formen, sein aufgewecktes Wesen und seine besondere Fruchtbarkeit machen ihn zu einem beliebten Schauvogel.

 


Bossu Belge 

Er gehört zu den glatten kleinköpfigen Rassen und wird auch im Volksmund Arbeitsvogel genannt. Es gibt ihn in allen Farben bis auf Rot.

 

 

 

 Fiorino                                                 

Seltene Italienische Kanarienrasse. Frisierte, zierliche Tiere, die eine hell-gelbe Farbe aufweisen.
Merkmal ist die "Nordholländische" Frisur.

 

 

 

Giboso Espaniola
    

Der Giboso Español ist eine frisierte Figurenkanarienrasse. Diese
Rasse ist in allen Kanarienfarben, außer rotgrundig, einschließlich
der Schecken zugelassen.

 

 

 

Yorkshire 

Eine elegante und eine der größten Rassen unter den Gestaltkanarien. "The Gent of the Fancy" wird er liebevoll genannt, der >große, aufrecht stehende Gardist aus England<. Mit einer Größe von mind. 17 cm und seiner aufrechten Haltung, seiner kräftigen und stromlinienförmigen Statur ist der Yorkshire ein ungemein schöner Anblick. In den letzten Jahren hat sich der Standard für diesen schönen Vogel mehrere Male geändert. Ein aufrecht stehender und großer, der sich wie ein >Aristokrat< bewegt, wird immer die Aufmerksamkeit auf sich lenken.

 

Mehringer 

Der Mehringer ist eine noch recht junge Positurkanarienrasse - ein “Mini - Pariser Trompeter” -wie er mal bezeichnet wurde. Ende der 80er Jahre wurde er aus den Rassen Pariser Trompeter, Nordholländer, Gloster und Farbenkanarien “erzüchtet”. Ende der 80er Jahre aus den Rassen Pariser Trompeter, Nordholländer, Gloster und aus Farbenkanarien “erzüchtet”. In Deutschland werden es immer mehr Züchter, die sich mit diesem interessanten, kleinen und brutfesten "Verwandten" des Pariser Trompeters beschäftigen. Der Mehringer findet immer mehr neue Freunde - und das nicht nur in Inland.

 

Der Pariser Trompeter  

Der König der Gestaltkanarien mit gelockten Federn und bis zu 20 cm groß.
Er ist der älteste und mit 20 cm der größte Gestaltkanarienvogel in gerader Haltung. Kopf, Brust, Rücken und Schwanz zieren gelockte Federn und es gibt ihn außer in Rot in Gelb, Grün und als Schecke.
Einmalig sind auch die wie Korkenzieher gedrehten Krallen.

 

 

Scotch Fancy


Diese glatt befiederte Figurenkanarienrasse wurde in Schottland erzüchtet. Mit Ausnahme von rotgrundigen Vögeln ist der Scotch in allen Kanariefarben einschießlich der Schecken zugelassen.

 


Raza Espanola          
Beim Raza Espanola handelt es sich um eine kleine glatt befiederte Kanarienrasse, die in Spanien erzüchtet wurde. Die Hauptmerkmale sind die geringe Größe und die schlanke Form. Diese Rasse ist in allen Kanarienfarben einschließlich der Schecken, außer in Rot, zugelassen.

 

 

Berner 

Beim Berner handelt es sich um eine Schweizer Positurkanarienrasse. Er hat die Figur und auch fast die Größe eines Yorkshire, nur besitzt der Berner einen deutlich schlankeren Hals und hat am Hals und am Nacken Einbuchtungen, die der Yorkshire nie haben darf. Vor etwa 80 Jahren wurde mit ihrer Zucht begonnen. Auf Schauen kommt der Berner nur selten, außer in seinem Heimatland. Es gibt bereits einen Verein, der sich ausschließlich mit der Zucht, der Verbreitung und der Verbesserung der Rasse befasst. Wir sind deshalb stolz, dass wir einen Züchter dieser nicht überall zu sehenden Rasse in unseren Reihen haben.

 

 

 

Der Norwich   
Beim Norwich handelt es sich um eine Positurkanarienrasse, die in der englischen Grafschaft Norwich entstand. Der Norwich ist eine kompakte Erscheinung, bei der massige Rundheit das Zuchtziel ist. Er ist in allen Kanarienfarben einschließlich der Schecken zugelassen.

 

 

Der Südholländer

Das Gefieder ist seidig und liegt außerhalb der Frisuren glatt an. Er hat ein Federkörbchen auf Brust und Rücken, das in der Mitte gescheitelt ist. Der Vogel zeigt die Form einer 7. Der Rücken und der Schwanz bilden dabei eine gerade, senkrechte Linie. Es gibt ihn in allen Kanarienfarben auch Schecken sind zugelassen. Sein nördlicher Bruder der "Nordholländer" ist etwas größer, sonst ähnelt er ihm.

 

 


Der Paduaner   

Er ist eine große Fries- Kanarienrasse mit aufrechter Haltung, die in Italien entstanden ist. Er ist als Haubenvogel und als Glattkopf in allen Farben auch als Schecke zugelassen.

 

 

 

Der Münchener  

Der Münchener ist eine Rasse, die zu den “gebogenen Positurkanarienrassen" zählt. Durch den 2. Weltkrieg war der Münchener so gut wie ausgerottet. Auf Schauen wird besonderer Wert auf das Nach- vorn- beugen des Halses und des Kopfes gelegt. Dieses ist dem Vogel "angeboren". Neugierig wie er nun mal ist, reagiert er auf jedes "Kratzen" und "Schaben" am Käfigboden, weil ihn dieses nun mal interessiert. Eine lebhafte, große Rasse mit aufrechter Haltung und einem glatten, lebhaft gefärbtem Gefieder. Züchter, die sich mit dieser Rasse beschäftigen, sind auf dem besten Wege, Vögel vom gleichen Typ und Qualität, wie in den 30er Jahren zu züchten.  

Ich hoffe, es hat Euch gefallen