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Die rote Vogelmilbe  

Die Rote Vogelmilbe (Dermanyssus gallinae) zählt zur Gruppe der

Milben und ernährt sich parasitär vom Blut von Vögeln. Der Parasit ist nicht auf bestimmte Wirte spezialisiert, sondern befällt Wirtschaftsgeflügel wie Hühner genauso wie Sing- und Ziervögel.

Die Schadwirkung der Roten Vogelmilbe besteht im Saugen von Blut und in der
Beunruhigung der Tiere. Küken und Jungvögel können durch die ständige Blutabnahme schon bei mäßigen Befall sterben. Auch bei brütenden Vögeln sind direkte Todesfälle möglich.
Erkrankte Vögel kratzen sich ständig gereizt das Gefieder. An den Bissstellen kommt es zu Entzündungen und lang anhaltendem Juckreiz. Besonders gut sichtbar ist der Milbenbefall an den Beinen der Vögel. Im Extremfall ist die Haut hier stark angeschwollen, verkrustet und schuppig. Einzelne Hautpartien lösen sich nach und nach ab.

Die rote Vogelmilbe ist etwa 1 mm groß, besitzt vier Beinpaare und sitzt nur zur Nahrungsaufnahme am Vogel. Die Entwicklung vom Ei zur Larve dauert bei Temperaturen von 20 Grad C nur zwei Tage. Die Vermehrung findet in den Nestern, in Ritzen, Ecken oder Kanten der Vogelräume statt. Nachts befallen die Milben die Vögel und saugen Blut. Der Nachweis der roten Vogelmilbe gelingt deshalb nur nachts. Am besten hängt man ein weißes Tuch über den Vogelbauer oder klebt weißes Klebeband an den Ecken des Käfig. Früh am nächsten Morgen kann man die Milben als rote Punkte auf dem Tuch / Klebeband entdecken. Hochgradig befallene Vögel sind blass, in der Nacht unruhig, sie wirken matt und lustlos und schlafen auch tagsüber viel.

Behandlung: Die Behandlung kann nur dann erfolgreich sein, wenn der gesamte Zuchtraum einschließlich der Nester, Sitzstangen usw. behandelt wird. Nach der gründlichen Reinigung mit möglichst kochendem Wasser sollten alle Gegenstände mit Kontaktinsektiziden besprüht werden. Die Behandlung sollte nach jeweils zwei Tagen mehrmals wiederholt werden.

 

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